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Unser Auftrag: Gewalt bekämpfen

Beim Auftrag der Försäkringskassan [Sozialversicherungsamt] geht es darum, männlicher Gewalt gegen Frauen entgegenzuwirken – sei es in der Familie, in einer Beziehung oder im Namen der Ehre. Hast Du eigene Erfahrungen in dieser Richtung? Bitte lass es uns wissen. Um so besser können wir Dir und anderen Betroffenen helfen.

Unser Auftrag gründet sich auf verschiedene Dokumente: die UN-Menschenrechtscharta, die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte, die Istanbul-Konvention [Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen …], die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sowie auf einschlägiges schwedisches Recht.

Das Sozialversicherungsamt trägt zur Umsetzung der gleichstellungspolitischen Ziele bei. Kernpunkt der Strategie ist es, Gleichstellung allgemein zu integrieren. Zusätzlich soll eine nationale Strategie Gewalt von Männern gegen Frauen verhüten und bekämpfen. Daran mitzuwirken ist unser Auftrag.

Nationell strategi för att förebygga våld (auf Schwedisch) (regeringen.se)

Mäns våld mot kvinnor ska upphöra (auf Schwedisch) (regeringen.se)

Für weitere Vorhaben auf diesem Gebiet, die das Sozialversicherungsamt durchführen soll, gibt es bestimmte Regelwerke: eigene Instruktionen des Amtes, regierungsamtliche Vorschriften und besondere Regierungsaufträge.

Warum Deine Schilderungen wichtig sind

Opfer von Gewalt sind in der Folge häufig von körperlichen und/oder seelischen Leiden betroffen, dazu oft auch vom Verlust von Arbeitsplatz und Einkommen. Gewalt kommt überall in der Gesellschaft vor. Erfahrungen mit Gewalt und/oder Erniedrigung können Einschränkungen und Beschwerden nach sich ziehen – also erheblichen Schaden verursachen. Alle haben ein Recht auf ein Leben frei von Gewalt und Unterdrückung. Und es gibt Hilfen. Wenn Du Gewalt erfahren hast, ist es gut, dass Du den ersten Schritt tust. Erzähle offen, was Dir widerfahren ist. Es gibt Menschen oder Stellen, die Dir zuhören. Zum Beispiel:

Att bli utsatt för våld i en nära relation (auf Schwedisch) (1177.se)

Brott i nära relation – här får du hjälp och stöd (auf Schwedisch) (polisen.se)

Bestimmte Gruppen in der Gesellschaft leben in einer besonders gefährdeten Situation, sei es aufgrund von Diskriminierung oder von Ausgrenzung. Dazu gehören Behinderte, jüngere oder ältere Frauen, Personen mit besonderer sexueller Orientierung (hbtqi – homo/bi/trans/queer/inter) oder Personen mit Migrationshintergrund.

Was das Amt tun kann

Das Sozialversicherungsamt fragt aktiv nach Gewalterfahrungen, wenn Personen Sozialleistungen beantragen (Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, Krankengeld, Reha-Maßnahmen, Unterhaltsvorschuss). Das ist wichtig, damit wir Dich als Betroffene beraten können, wo Du weitere Hilfe und Unterstützung finden kannst.

Für Kranke oder Personen mit körperlicher bzw. psychischer Behinderung gibt es Hilfen bei der Abstimmung von Reha-Maßnahmen. Ziel ist es, dass Du Arbeit oder eine sonstige Beschäftigung findest. Hast Du bisher Unterhaltvorschuss bezogen, kann – wenn Du gewaltgefährdet bist – der Vorschuss weiterhin gewährt werden. Gewalterlebnisse offen aussprechen ist der erste Schritt einer Veränderung zum Besseren.

Wenn Dir Gewalt angetan wurde