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Dein Recht auf ein gewaltfreies Leben

Gewalt ist leider ein Bestandteil unserer Gesellschaft. Sie gehört zum Alltag vieler. Warst oder bist Du Opfer von Gewalt bzw. sexualisierter Gewalt, dann hast Du Anspruch auf Hilfe und Unterstützung. Ob Dir der Täter bekannt ist oder nicht, spielt keine Rolle. Vergiss nie: Die Schuld an dem, was geschehen ist, trifft den Täter. Niemals Dich.

Viele haben erfahren müssen, was Gewalt von Männern gegen Frauen ist: in Beziehungen, im Namen der Ehre, durch sexuelle Nötigung oder durch sexuelle Belästigung. In der Mehrzahl der Fälle kommt der Täter aus dem Umfeld des Opfers, etwa aus der Familie oder einer früheren Beziehung.

Hat jemand Gewalt oder Erniedrigungen erfahren, sind starke Einschränkungen des Lebens und schweres Leid die häufige Folge – große psychische bzw. körperliche Schäden also. Ein Leben frei von Gewalt und Unterdrückung ist ein Menschenrecht. Und es gibt Hilfen. Wenn Du Gewalt erfahren hast, ist es gut, dass Du den ersten Schritt tust. Erzähle offen, was Dir widerfahren ist. Es gibt Menschen oder Stellen, die Dir zuhören.

Arten der Gewalt

Unter dem Begriff Gewalt verstehen wir unterschiedliche Formen von Handlungen und Verhalten. Ein Teil davon kann gleichzeitig verübt werden. Beim Sozialversicherungsamt sind folgende Begriffe üblich:

Körperliche Gewalt, aktiv sind Stöße, Tritte, Schläge mit der Hand oder einem Gegenstand, Würgegriffe oder Festhalten.

Körperliche Gewalt, passiv Jemand setzt eine Person einer Handlung aus, die körperliche Folgeschäden nach sich zieht, etwa indem dieser die Person am Schlafen hindert.

 

Psychische Gewalt sind Beleidigungen, Drohungen, Isolierung, Erpressung oder Kontrollen, die schrittweise den Willen des Opfers brechen sollen. Als psychische Gewalt gilt auch die vorgetäuschte Androhung von Selbstmord oder von Tötung eines nahen Angehörigen.

 

Sexuelle Gewalt ist jemanden zu zwingen entweder sexuelle Handlungen selbst auszuführen oder die von anderen mit anzusehen. Das kann alles Mögliche sein, von Vergewaltigung bis zu Belästigungen (etwa unerwünschte Berührungen). Das Kaufen sexueller Dienste ist in jedem Fall eine Straftat, weil es hier um die Ausnutzung einer anderen Person geht. Art und Höhe des Entgelts sind unerheblich.

 

Materielle Gewalt übt eine Person aus, wenn sie Gegenstände beschädigt, die dem Opfer gehören, oder wenn Sie Besitzstücke, die für das Opfer von besonderem Wert sind, zerstört oder sein Opfer zwingt, diese selbst zu zerstören. Hierunter fällt auch Gewalt gegen Haustiere.

 

Finanzielle Gewalt liegt vor, wenn eine Person kontrolliert, wozu der Partner sein Geld ausgibt, oder wenn sie dem Partner verbietet, eigenes Geld zu haben. Finanzielle Gewalt ist auch, wenn die Person den Partner zwingt, einen Kredit aufzunehmen, oder dessen wirtschaften und dessen Vermögenswerte überwacht zu dem Zweck, ihn in Isolierung und finanzieller Abhängigkeit zu halten.

 

Vernachlässigung kann gegeben sein, wenn dem hilfsbedürftigen Opfer die Hilfe nicht gewährt wird, etwa beim Essen, bei der Einnahme von Arzneien oder bei der Körperpflege. In mehr konkreten Fällen geht es beispielsweise darum gehen, dem Opfer Hilfe beim Aufstehen aus dem Bett zu verweigern.

 

Latente Gewalt beschreibt den Zustand immerwährender Befürchtung und Angst vor Gewalt. Vor Wutausbrüchen etwa oder vor Aggressivität. Die können sich in Körpersprache und Gesichtszügen ausdrücken. Die Angst speist sich aus schlimmen Erinnerungen. Sie lauert ständig.

 

Schutz und Hilfen für Opfer sexueller Übergriffe

Du bist nicht allein! Viele Einrichtungen stehen bereit, Gefährdeten und Geschädigten zu helfen, ihre Lage zu verbessern.

Socialtjänsten

Ein Sozialamt gibt es in jeder Gemeinde. Im Notfall wendest Du Dich an das Amt in Deinem Wohnort. Die Angebote sind nicht überall gleich. Doch fast immer gibt es Beratung, persönliche Gespräche und Geldhilfen. Das Amt kann auch Tagesbetreuung oder eine geschützte Unterkunft vermitteln.

Hälso- och sjukvården

Die Auskunftstelle des Gesundheitswesens heißt Vårdguiden 1177. Zum Angebot gehören Informationen für Betroffene von Misshandlungen in Beziehungen.
Zur Seite Vårdguiden, Gewalt in Beziehungen:

Våld i nära relationer (auf Schwedisch) (1177.se)

Polisen

Über die europäische Notruf-Nr. 112 forderst Du im Akutfall polizeiliche Hilfe an.
Zur Seite über Beziehungstaten

Brott i nära relation (polisen.se)

Hedersfortryck.se

Es gibt eine Internetseite, die führt in die Problematik der Unterdrückung im Namen der Ehre.
Personen, die beruflich oder ehrenamtlich mit dem Problem zu tun haben und
Fachberatung brauchen, finden diese unter der Rufnummer: 010 - 223 57 60.
Zur Info-Seite:

Hedersfortryck.se (auf Schwedisch)

Kvinnofridslinjen

Die Telefonseelsorge für Frauen in Not oder Krisensituationen ist rund um die Uhr erreichbar. Neben einem persönlichen Gespräch kann der Dienst auch Kontakte zum Sozialamt, zur Sozialbereitschaft [socialjour] und zu einer Anlaufstelle für misshandelte Frauen herstellen. Der Dienst ist gratis, die Verbindung erscheint nicht auf der Telefonrechnung. Aber beachte: Die Nummer ist in der Liste der abgehenden Gespräche gespeichert. Auf der Anrufliste Deines Handys musst Du die Nummer selbst löschen.

Die Rufnummer: 020 - 50 50 50.

Zur Info-Seite:

Kvinnofridslinjen (auf Schwedisch) (kvinnofridslinjen.se)

Brottsofferguiden

Leitlinien für Opfer von Straftaten
Zur Seite:

Brottsofferguiden (auf Schwedisch) (brottsofferguiden.se)

Brottsofferjourer

Brottsofferjourer sind gemeinnützige Vereine oder Organisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Opfer oder Zeugen von Straftaten zu unterstützen.
Zur Seite des Landesverbandes dieser Einrichtungen.

Brottsofferjourernas riksförbund (auf Schwedisch) (brottsofferjouren.se)

Dinarattigheter.se

Auf der Seite Deine Rechte findest Du Beratung, wenn Du im Namen der Ehre der Ehre zu leiden hast.
Zur Seite:

Dinarattigheter.se (auf Schwedisch) (karlekenarfri.se)

Jourhavande medmänniska

Diese nichtreligiöse Telefonseelsorge, ist eine Anlaufstelle für Menschen in Not – ein offenes Ohr in der Nacht, kann man sagen.
Zur Seite:

Jourhavande medmänniska (auf Schwedisch) (jourhavande-medmanniska.se)

Kvinno- och tjejjourer

Die Anlaufstellen Roks und Unizon bieten Unterstützung für Hilfe suchende Frauen und Mädchen. Es gibt sie an vielen Orten in Schweden.
Zur Seite:

Roks (auf Schwedisch) (roks.se)

Zur Seite:

Unizon (auf Schwedisch) (unizon.se)

Q-jouren

Viele Frauen sind gewaltgefährdet, drogenabhängig oder in Prostitution gefangen. In einem Frauenhaus wird nicht viel nach Erklärungen gefragt, sondern Beratung, Hilfe und geschütztes Wohnen geboten.
Zur Seite:

Q-jouren (auf Schwedisch) (qjouren.se)

RFSL Stödmottagning

Menschen mit besonderer sexueller Orientierung (hbtqi – homo/bi/trans/queer/inter) haben oft unter Belästigungen, Drohungen oder Gewalt zu leiden. Die RFSL-Beratungsstellen nehmen sich ihrer an.
Zur Seite:

RFSL Stödmottagning (auf Schwedisch) (rfsl.se)

Riksföreningen stödcentrum mot incest och andra sexuella övergrepp i barndomen

Sexuelle Gewalt gegen Kinder ist ein besonders ernstes Problem. Wer als Kind solcher Gewalt ausgesetzt war, kann sich an diese zentrale Beratungsstelle wenden.
Zur Seite:

Riksföreningen stödcentrum mot incest och andra sexuella övergrepp i barndomen (auf Schwedisch) (rise-sverige.se)

Rikskriscentrum – Sveriges kriscentrum för män

Diese landesweiten Krisenberatungen betreuen Männer, die mit ihren Problemen nicht klarkommen. Die Zentrale kann Hilfesuchende an örtliche Stellen verweisen.
Zur Seite:

Rikskriscentrum – Sveriges kriscentrum för män (auf Schwedisch) (rikskriscentrum.se)

Terrafem

Das Unterstützungsnetzwerk setzt sich ein für Menschenrechte für Frauen. Hier also für Frauen nicht schwedischer Herkunft. Wenn Du anrufst: Die Nummer erscheint nicht auf der Rechnung. Auf der Anrufliste Deines Handys musst Du die Nummer selbst löschen.

Die Rufnummer: 020 - 52 10 10.

Terrafem (terrafem.org)

TRIS

Eine weitere Anlaufstelle für Frauen, die mit Gewalt und Unterdrückung im Namen der Ehre zu kämpfen haben.
Zur Seite:

TRIS (auf Schwedisch) (tris.se)